Spam Viren Trojaner Wuermer Wer haftet15.11.2015 (jh): Man kann noch so gut aufpassen und dann passiert es doch: Man fängt sich Viren, Trojaner oder Würmer ein oder eine Kombination aus diesen. Das Ziel der Hacker ist meist, an sensible Daten zu gelangen, Kreditkartendaten zu erhalten, den Rechner für weitere Spam-Attacken zu entern oder schlichtweg Schaden anzurichten. Doch wer haftet eigentlich für Schäden, die daraus entstehen?

Wer wird durch wen geschädigt?

Die Schadenquellen sind häufig entweder befallende Webseiten bzw. dubiose Seiten, die rein den Zweck der Verbreitung der Schadsoftware erfüllen oder E-Mails, die entweder einen Link auf befallene Seite enthalten oder ein Schadprogramm direkt im Anhang mitbringen. Die Hintermänner dieser Netzwerke agieren international und werden nur selten gefasst. Geschädigte Unternehmen greifen daher in der Regel auf denjenigen zurück, der z.B. die befallene E-Mail verbreitet hat. Das Problem dabei: die verbreitenden Unternehmen wissen oft gar nichts davon. Allerdings hat die Unkenntnis keine Auswirkung auf die Haftung. Ausschlaggebend ist, ob das verbreitende Unternehmen entsprechend seiner Verpflichtungen (diese ergeben sich aus § 9 BDSG (Bundesdatenschutzgesetz) Schutzmaßnahmen getroffen hat. Hat es das nicht, ist auch eine Mithaftung denkbar. "Mithaftung" deswegen, da auch der Geschädigte selbst Schutzmaßnahmen hätte treffen müssen. Kommt es zu einer rechtlichen Auseinandersetzung, sollte man die Mitschuld des Geschädigte ebenfalls in Betracht ziehen. Das könnte die Klagefreudigkeit schon im Vorfeld abwehren.

Rechtsgrundlagen

Verbreitet ein Unternehmen also wissentlich oder unwissentlich Schadsoftware und fügt einem anderen dadurch Schaden zu, kann felgendes gelten:

  • gegenüber einem Geschäftspartner §§ 241, 280 BGB: Verletzung einer vertraglichen Nebenpflicht, denn bei jedem Vertrag gehen die Vertragsparteien automatisch die Verpflichtung ein, sich gegenseitig keinen Schaden zuzufügen
  • gegenüber einem Dritten § 823 BGB (Schadenersatzpflicht) in Verbindung mit z.B. § 303b StGB (Computersabotage)

Kann ein Mitarbeiter haftbar gemacht werden?

Ja, und zwar nach den Regeln des innerbetrieblichen Schadenausgleichs. Dieser ist immer dann durchzuführen, wenn der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber in Ausführung seiner betrieblichen Verrichtungen Schaden zufügt. Allerdings haftet der Mitarbeiter nur dann vollständig, wenn er den Schaden absichtlich herbeigeführt hat, also mindestens mit mittlerer und in der Regel mit grober Fahrlässigkeit. Das wäre z.B. dann der Fall, wenn der Mitarbeiter den Mailanhang einer dubiosen Mail absichtlich anklickt, obwohl ein drohender Schaden offensichtlich ist. Das ist allerdings auch sehr schwierig nachzuweisen...

Fazit

Einen hundertprozentigen Schutz gegen Schadsoftware gibt es nicht, zudem die verbreitenden Hacker immer raffinierter werden und neue Methoden entwickeln. Daher ist es wichtig, zumindest "guten Willen" zu zeigen und bezüglich Anti-Viren-Software, Firewall, Schutzmaßnahmen und Aufklärung der Mitarbeiter zu handeln und immer auf dem neuesten Stand zu bleiben. Somit handelt man auch im Einklang mit dem wichtigen § ) BDSG.

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